Musikpsychologie und Musikpädagogik sind unsere Kerndomänen. Hier fokussieren wir die frühe Kindheit, die Bedingungen der musikalischen Entwicklung von Kindern und von besonderen Personengruppen und die Förderung durch Musik.
Diese Schwerpunkte lassen sich dem Konzept soziale Inklusion zuordnen: Es geht darum, soziale Kohäsion in der Gesellschaft zu unterstützen und allen Menschen Chancen zur Teilhabe an gesellschaftlichen Vorgängen und Einrichtungen zu gewährleisten (Arbeit, Gesundheit, Sicherheit, Bildung). Unser Fokus ist die frühe Bildung in der prägendsten Lebensphase.
Wir erachten Musik als wichtiges kulturelles Mittel, die soziale Inklusion und hierbei die soziale Zugehörigkeit zu unterstützen und zu vermitteln. Als sprachunabhängige und multimodale Kommunikation kann Musik genutzt werden, um Menschen zu beeinflussen, sie zu verbinden oder zu separieren.
Unsere Forschung geht von der Annahme aus, dass alle Menschen musikalisch sind. Musikalität gehört zur biologischen Grundausstattung eines jeden Menschen. Weil die ersten Lebensjahre entscheidend sind für eine gesunde Entwicklung des Gehirns und der Persönlichkeit, setzen wir uns dafür ein, dass das musikalische Potenzial als Ressource für das Lernen und die soziale Inklusion besser gefördert wird.
Musikalische Aktivitäten sind das erste und früheste Spiel, und Musik ist zugleich der sich am frühesten entfaltende Kulturbereich. Dazu gehört der emotionale Zustand, der dem Spiel eigen ist: Heiterkeit, Konzentration, Selbstzweck, Herausforderung, Flow-Zustand. Musikalische Aktivitäten umfassen eine Vielfalt von Sinnen und Lernmöglichkeiten wie Hören, Sehen, Kinästhetik, Vokalisation, Motorik, Emotionen, soziale Kooperation, Aufmerksamkeit, Denken, Gedächtnis, Sprache usw. Sie aktivieren und vernetzen dementsprechend viele verschiedene Hirnareale.